IN DER KONSTRUKTION LÄUFTS

 

Manuel Berberich und Michael Kempf gehen als Team „ZEK_RK“ beim GutsMuths-Rennsteiglauf im Mai an den Start

„Ihr habt einen Knall!“ – Diesen Satz hören Manuel Berberich und Michael Kempf in letzter Zeit wieder sehr oft. Der Grund dafür? Ihr Vorhaben, welches sich auf einer Länge von exakt 42,195 Kilometer erstreckt und den Namen „Rennsteiglauf Marathon“ trägt. Laut Aussage der Veranstalter ist dieser Crosslauf, mit einer Höhendifferenz von 1.613 m, die beliebteste Marathonstrecke in ganz Europa. Und für das Führungsduo unserer Abteilung Entwicklung & Konstruktion DAS persönliche Laufhighlight in diesem Jahr. Als Team „ZEK_RK“ (= Zentrale Entwicklung & Konstruktion REINHOLD KELLER) geht es am 16. Mai in Neuhaus an die Startlinie.

Ein bisschen verrückt muss man wohl schon sein, doch wenn der Vorname bereits mit dem Buchstaben „M“ beginnt, ist dies mehr als ein gutes Omen. Die Leidenschaft fürs Laufen nahm bei Manuel Berberich mit einer Wette ihren Anfang. „Ein ehemaliger Arbeitskollege sagte damals zu mir: Wenn du einen Halbmarathon läufst, komm ich in einem außergewöhnlichen Kostüm zur Arbeit und laufe damit durch die Schreinerei“, erzählt Manuel, der vor zwei Jahren zu REINHOLD KELLER kam. „Das hab ich mir nicht zwei Mal sagen lassen und bin den Halbmarathon gelaufen. Und dabei geblieben!“ Zwei Marathonläufe hat der Familienvater bisher bestritten und geht nun mit Teamkollege Michael Kempf im Mai erneut gemeinsam an den Start.

Das Lauffieber hat Michael, der seine berufliche Karriere bei REINHOLD KELLER im Jahr 1996 mit der Ausbildung begann, vor drei Jahren gepackt. Ganz klassisch „steckte“ er sich durch den wöchentlichen Firmen-Lauftreff in Vorbereitung auf den WIKA-Lauf an und kam danach nicht mehr davon los. „Mir hat es total viel Spaß gemacht und ich habe mir nach dem WIKA-Lauf direkt das nächste Ziel gesetzt: Jeden Monat einen Halbmarathon laufen“, erklärt Michael. Gesagt, getan!

DIE CHEMIE IM FÜHRUNGSDUO STIMMT

Seit Januar 2019 sind die Läufer nicht nur als Duo beim Sport gemeinsam am Start, sondern tragen für unsere Abteilung Entwicklung & Konstruktion die Verantwortung. Der Geschäftsbereich – mit derzeit 20 Mitarbeitern*innen – wurde als zentrale Stelle im November 2018 neu gegründet und man merkt auf Anhieb, dass die Chemie im Führungsteam stimmt. „Wir haben ja damals um die Leitung gewürfelt und Manuel hat eben gewonnen“, scherzen die zwei miteinander und lachen dabei herzlich. Im Mai 2019 sind sie beim Stadtmarathon in Würzburg gemeinsam ins Rennen gegangen; ans Ziel kam Manuel allerdings allein, da Michael krankheitsbedingt abbrechen musste. „Ein paar Tage zuvor hatte es mich erwischt und nach der Hälfte der Strecke war ich am Ende meiner Kräfte. Da blieb nichts anderes übrig, als aufzugeben“, so Michael. Sein Trainingspensum hat er nach einer kurzen Pause aber hochgehalten und hat am 27. Oktober 2019 in Frankfurt „gefinished“. „Während Michael die Marathonstrecke bewältigt hat, lag ich faul in der Sonne am Pool und hab mir ein Bier gegönnt“, grinst Manuel. Per Tracking-App war er sozusagen „Live“ mit dabei und hat den Marathonlauf von Michael ganz entspannt über das Smartphone verfolgt.

Per Tracking-App kann man den Marathonlauf verfolgen.

Nun steht im Mai also der GutsMuths Rennsteiglauf Marathon an. „Unser Ziel ist einfach ausgedrückt: Überleben!“, gibt Manuel ehrlich zu. Nicht nur die immense Höhendifferenz flößt den Teilnehmern ordentlich Respekt ein. Auch der Untergrund spielt eine gewaltige Rolle und ist mit einem Straßenmarathon in keiner Weise vergleichbar. Seit 1973 findet das Laufevent im Thüringer Wald statt und die Frauen von Manuel und Michael werden im Mai ihre Männer vor Ort kräftig anfeuern. „Unsere Familien stehen zu 100 % hinter uns. Anders wäre das auch gar nicht möglich, denn die Vorbereitung ist schon sehr zeitintensiv und das Familienleben leidet definitiv darunter“, geben beide zu bedenken.  17 Wochen vor dem Tag X – in diesem Fall der 16. Mai 2020 – begann das Training. 3 – 4 Mal pro Woche wurde bisher gelaufen und das Wochenpensum steigt nun kontinuierlich. Feste Lauf-Tage haben beide nicht, aber zwischen 40 und 60 Kilometer bewältigen sie die Woche über. Normalerweise geht es zwei Mal wöchentlich direkt nach Feierabend bei Wind und Wetter gemeinsam zur Laufrunde. (Und ja, sie laufen wirklich bei Regen, Wind, Sonne und Schnee!!!) „Wir starten gemeinsam und wollen auch gemeinsam die Ziellinie überqueren“, sagt Manuel und Michael fügt hinzu: „Die Wunschzeit liegt bei 4:30 Stunden.“

RENNSTEIGLAUF EINZIGARTIGES FLAIR MIT VERRÜCKTEN BESONDERHEITEN

Beide sind von dem besonderen Flair, das den Rennsteinglauf einzigartig macht, begeistert. „Vor dem Start stehen alle Läufer an der Startlinie und singen schunkelnd gemeinsam den Schneewalzer. Ohne dieses Ritual geht kein Marathoni auf die Strecke“, berichtet Michael und in seinen Augen funkelt die unbändige Vorfreude auf das Ereignis im Mai. „Ab Kilometer 37 gibt es am Streckenrand neben den obligatorischen Getränken auch Köstritzer Schwarzbier. Und wen der große Hunger überkommt, der sich kann den ganzen Marathon über mit Fettbemme stärken“, verrät Manuel eine der außergewöhnlichen Traditionen des Laufs. Als „Fettbemme“ bezeichnet man im östlichen Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt eine mit Schmalz bestrichene Scheibe Brot. Diese Zwischenmahlzeit wollen aber weder Michael noch Manuel in Anspruch nehmen und bevorzugen das bei Sportlern beliebte Energie Gel.

Die Laufschuhe sind im Büro immer dabei.

DER MOTIVATOR VOM SCHREIBTISCH NEBENAN

Im täglichen Joballtag profitieren die Läufer von ihrem Hobby. „Man ist definitiv resistenter gegen Stress und das allgemeine Wohlbefinden ist einfach besser“, betont Manuel. „Bei mir gibt es den berühmten Schweinehund nicht mehr. Wenn ich zwei Tage nicht gelaufen bin, kribbelt es in den Füßen und ich muss die Schuhe schnüren“, erklärt Michael. Und das wiederum pusht auch den Teamkollegen, wenn der mal einen aus lauftechnischer Sicht „bocklosen“ Tag hat. „Dann sagt Michael vom Schreibtisch hintendran, du musst laufen und zack sind wir unterwegs“, so Manuel und weiß genau, was nach dem 16. Mai für ihn gilt: „Danach habe ich erst mal keine Lust mehr aufs Laufen und schalte zwei Gänge zurück.“ Aber da ist ja zum Glück irgendwann Motivator Michael zur Stelle, der ihn mit dem Fieber wieder ansteckt. Einen Ultramarathon haben die zwei nicht auf ihrer Agenda. Einmal pro Jahr die 42 Kilometer am Stück zu laufen genügt dann doch.

Wir drücken unseren Kollegen für die kommenden Wochen die Daumen, wünschen eine verletzungsfreie Vorbereitung und freuen uns auf das „Finisher“-Foto im Mai!

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