UNSER IRONMAN-HERO MARC

YES, HE DID IT!

Marc hat es geschafft! Nach 3,8 km schwimmen, 185 km Radfahren und 42,2 km laufen hat er am 15. August beim Mainova IRONMAN Germany in Frankfurt als 77. seiner Klasse nach exakt 10:53:00 Stunden die Ziellinie überquert. Nicht dass wir daran gezweifelt hätten, aber einen Wettkampf kann man eben niemals vorhersagen. Hinzu kamen die fast schon tropischen Temperaturen, von denen Marc nicht wirklich ein Fan ist, wie er im Vorfeld betonte. Auch der eine oder andere Triathlon-Profi musste in der Vergangenheit schon kapitulieren, denn wenn der Körper diese Höchstanstrengungen nicht mehr leisten kann, nützt auch die beste Vorbereitung nichts. Im Gesamtranking liegt Marc übrigens auf Platz 395.

Das große Ziel fest im Blick

Mehr als zwei Jahre hat Marc sich für sein großes Ziel „gequält“. So sehen es zumindest die Kollegen*innen seiner Abteilung, die wie viele aus dem Team RK die Daumen gedrückt und mitgefiebert haben. „Das ist eigentlich unmenschlich, was Marc geleistet hat. Schon im Vorfeld hat er mit eiserner Disziplin sein Programm über Monate durchgezogen. Wir haben es in der Abteilung live mitbekommen und ziehen alle unseren Hut vor dieser enormen Leistung“, so Andreas Eiteljörge, der bei REINHOLD KELLER für das Datenschutz-, Arbeitssicherheit- und Umweltmanagement die Verantwortung trägt. Andreas und seine Frau Tanja haben es sich auch nicht nehmen lassen und – unter Einhaltung der AHA-Regelungen – Marc live vor Ort in Frankfurt angefeuert. Via Tracking-App konnten sie den Wettkampf verfolgen und wussten, wann Marc wo auf der Strecke unterwegs war und der „Lärmpegel“ wieder nach oben gehen muss.

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Über die Social Media Kanäle hatte das RK-Team virtuellen Support sowie Glückwünsche an den Kollegen gesendet und Marc wurde davon quasi überrascht. „Ich möchte mich bei allen für die motivierende Unterstützung für meinen Start beim IRONMAN Frankfurt 2021 bedanken! Das ist nicht selbstverständlich und ich weiß das sehr zu schätzen!!! Andreas hat mir den Facebook-Post zugesendet. Das habe ich am Renntag morgens um 3:00 Uhr gelesen und es hat mir nochmals einen echt motivierenden Adrenalinschub gegeben!“, bedankt sich der IRONMAN-Bezwinger.

Training, Disziplin und alles wieder von vorne

Warum eigentlich Triathlon und warum der IRONMAN? Sich mehr als 10 Stunden körperlichen Anstrengungen auszusetzen, ist nun wirklich nicht für jede*n vorstellbar und ein bisschen positiv „verrückt“ muss man dann doch sein? „Als ich 2007 beruflich in den Außendienst gewechselt bin, brauchte ich langfristig irgendwas, um mich abends zu beschäftigen als im Hotel „herumzusitzen. Durch meinen besten Freund „Eisen-Michi“, der bereits mehrfach IRONMAN Finisher war, kam ich zu der Idee, ebenfalls mit dem Triathlon zu beginnen. Die Kombination der drei Sportarten war hier ideal. Laufen und schwimmen unter der Woche, Radfahren am Wochenende“, berichtet Marc. „Anfangs ohne große Ziele nur zum Spaß entwickelte sich nach einigen Wettkämpfen doch noch der Ehrgeiz, nachdem sich bei mir eine deutliche Leistungssteigerung einstellte wie z. B. einen Sieg in meiner Altersklasse auf der olympischen Distanz. Die Frage kam dann in meinem Freundeskreis auf, warum ich nicht die Langdistanz in Angriff nehme, also die Königsdisziplin? Die Frage stellte sich mir anfangs nicht, da ich mich 2015 schon arg beim IRONMAN 70.3 Wiesbaden mit über 6 Std. ins Ziel gequält hatte. Jedoch lief es beim Frankfurt Marathon so erstaunlich gut, dass ich mir 2019 selbst die Freigabe für die ultimative Herausforderung gegeben habe: IRONMAN Frankfurt“, beschreibt Marc seinen Weg zum IRONMAN und bestätigt: „Ja, positiv verrückt ist wohl die beste Beschreibung!“

Der "berühmte innere Schweinehund"

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Im Jahr 2020 wollte Marc eigentlich schon an den Start gehen. Aufgrund der Pandemie wurde das Event abgesagt und so hieß es ein weiteres Jahr trainieren, trainieren und trainieren. Wie motiviert man sich immer wieder aufs Neue und kommt der „berühmte innere Schweinehund“ bei Marc überhaupt zu Besuch? „Den „Schweinehund“ gibt es, aber es gibt Methoden, diesen aus seinem Kopf zu jagen. Allein ein kurzer, aber intensiver Blick auf ein paar Wettkampffotos, Medaillen und Urkunden an der Pinnwand reichen manchmal aus, auch bei dem miesesten Wetter laufen zu gehen. Auch die Aussage meines damaligen Arztes „Sie haben ein V8-Motor in der Brust“, als ich mich habe durchchecken lassen, um mögliche Komplikationen auszuschließen. Die größte Motivation ist aber natürlich, wenn man sich für den IRONMAN angemeldet, die ca. 630,- Euro Anmeldegebühr bezahlt hat und sich dieses Ziel jeden Tag ein kleines bisschen nähert. Wichtig ist es für mich auch immer die Tatsache vor Augen zu haben, dass man gesund ist und DAS machen kann, und darf!“, erklärt Marc, der bei REINHOLD KELLER für die Qualitätssicherung & -planung zuständig ist.

Am Tag nach dem Wettkampf ging es dem bescheidenen Wahl-Schaafheimer so weit recht gut. „Wenn ich mich nicht bewegt habe, war alles bestens“, erklärt der zufriedene IRONMAN-Finisher mit einem Schmunzeln. „Das war definitiv der längste und härteste Tag meines Lebens. Und einer der schönsten“, sagt Marc drei Tage nach dem Ironman. „Nachdem für mich gut gelungenen Schwimmen und erstem Wechsel habe ich leider den ersten Fehler nach ca. 50 Rad-Kilometern begangen und total überzogen“, so Marc und fügt hinzu: „Ab Rad-Kilometer 120 kamen Krämpfen, die sich zwar wieder gelegt hatten, aber nach der 2. Laufrunde ca. bei Kilometer 21 gab es die „Quittung“. Ich musste teilweise gehen und das war dann der berühmte ‚Mann mit dem Hammer‘-Moment.“

Glühende Glasscherben in den Schuhen?

Ein besonderes Dankeschön geht auch an seine Supporter an der Strecke. „Vielen Dank an Andreas und seine Frau, die mich mit anderen Freunden unter anderem auch „Eisen-Michi“ auf der Strecke bis kurz vor dem Ziel wahnsinnig unterstützt hatten. Nur dadurch waren die letzten 2 Kilometer, bei denen ich gefühlt auf glühenden Glasscherben gelaufen bin, überhaupt laufend zu bewältigen“, Marc die Strapazen, die ein solcher Wettkampf mit sich bringt. Sein abschließendes Fazit: „Trotz der Schmerzen war es ein tolles und emotionales Erlebnis, an seine Grenzen zu kommen. Ich habe viel gelernt. Und ja, es ist sehr empfehlenswert!“, so Marc mit einem verschmitzten Grinsen.

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Was er als nächstes sportliches Ziel ins Auge gefasst habe, wollten wir natürlich von ihm wissen. „Also kurzfristig gesehen, teilt sich meine Saison generell in die Triathlon Saison von Mai bis September und die Lauf und Duathlon Saison in den Herbst und Wintermonaten auf. Leider fällt pandemiebedingt dieses Jahr der Frankfurt Marathon aus, also werde ich nur kleinere Wettkämpfe mitmachen. Aber der Ultra 50 in Rodgau im Januar 2022 könnte stattfinden. Dann bin ich dabei! Langfristig wäre da noch die Challenge Roth, die ich auf jeden Fall mal mitmachen möchte. Das ist einfach Kult. Vielleicht 2023, falls ich schnell genug bei der Anmeldung bin. Die Plätze sind sehr schnell vergriffen – oft in wenigen Minuten“, so Marc über seine Pläne.

Chapeau!

Wir sind von Marcs Leistungen, den Tausenden von Trainingsstunden und seiner Einstellung schwer beeindruckt und freuen uns riesig mit ihm, dass er sein persönliches Ziel erreichen konnte. Der Wille versetzt bekanntlich Berge und Marc hat dies eindrucksvoll beweisen! Chapeau!

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